Haus Busmann
Ansprechpartner
Horst Lentes
Bockelweg 8
59073 Hamm
Der NABU Hamm nutzt das in Heessen an der Uedinghoffstraße nördlich des Dasbecker Friedhofs gelegene Fachwerkhaus "Haus Busmann" als Vereinsheim. Die Erwachsenen treffen sich hier zu ihren monatlichen Klön-Treffs, dem so genannten "NABU-Treff". Wenn inhaltlich in Gruppen gearbeitet, wenn sich beraten werden muss oder wenn praktische Arbeiten erforderlich sind, bietet das Haus den Besuchern und Aktiven eine gute Atmosphäre zum Arbeiten. Von hier aus finden Exkursionen in den nahe gelegenen Köhlinger Wald oder die Feldflur statt. Kinder- und Jugendgruppen treffen sich hier zu ihren Gruppenstunden und nutzen die um das Haus gelegene Freifläche als Lern- und Spielort.
Das Fachwerkhaus wurde 1785 von der Familie Busmann erbaut. Wohnen und Wirtschaften waren im Gebäude vereint unter einem Dach. Mit der großen Öffnung für das einwärts gesetzte Deelentor im Südgiebel, der über zwei Geschosse reichenden Deele in der Mitte und dem zum Nordgiebel hin anschließenden Wohnteil ist es das kleinere Abbild eines Münsterländer Bauernhauses aus jener Zeit.
Einige Zeit nach der Gründung des Vereins (1955) wurde der Bund für Vogelschutz (dies ist der frühere Name des NABU) durch den Verlust einer ersten Unterkunft obdachlos. Die damals selbstständige Gemeinde Heessen überließ daraufhin dem Verein einige Räume im Haus Busmann. Mitte der 1980er Jahre erfolgte auf Drängen und mit tätiger Hilfe des NABU eine grundlegende Sanierung des Hauses durch den heutigen Eigentümer, die Stadt Hamm. Seitdem ist der NABU Mieter des inzwischen als Baudenkmal geschützten Hauses und nutzt mit Ausnahme von zwei Räumen der Volkshochschule das gesamte Haus und das angrenzende Gelände.
Das Haus selbst hat durchaus Biotopqualität: Die Fachwerkwände mit ihren Ritzen und Fugen, der große Dachraum und die vielen Nischen und Löcher unter dem Dach, dazu auch der gesamte Innenraum, sie alle bieten vielfältige Lebens-, Brut-, Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten für Tiere. So brüten mehrere Sperlingspaare unter dem Dach. Der Dachraum wird oft von Eulen und Fledermäusen aufgesucht. In der großen Deele hat das Braune Langohr sich Zapfenlöcher im Fachwerk als Quartier ausgesucht. Bei abendlichen Sitzungen zeigt sich manchmal nicht nur diese gefährdete Fledermaus, sondern uns umflattern auch Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs, die im Gebäude überwintern.
Außen haben wir den vorgefundenen Gehölzbestand, darunter auch einige "Exoten", weitgehend erhalten. Leider hat die Ulmenkrankheit die schöne Feldulme im Nordostteil des Grundstücks dahingerafft, und der alte Birnbaum, der als markante Baumgestalt seit vielen Jahren das Erscheinungsbild des Hauses so eindrucksvoll prägt, leidet zunehmend an Altersschwäche und muss aus Sicherheitsgründen wohl bald eingekürzt werden.
Den Gartenbereich im Übrigen haben wir in Anlehnung an einen Bauerngarten gestaltet, nur nicht so streng geometrisch. Vor allem Kammmolch und Teichmolch vermehren sich in dem an der Westseite angelegten Folienteich. Die Blumenwiese auf der Ostseite erhielt einige Obstbäume. Wenn dort im Sommer Klappertopf, Witwenblume und Bärenklau blühen, finden sich zahlreiche Schmetterlinge ein, darunter besonders zahlreich der Braune Waldvogel. Am Rand der Wiese entstand auf Anregung und unter Mitwirkung der Kinder- und Jugendgruppe eine Nistwand für Wildbienen. Eine von den Kindern mit Steinen aufgeschichtete und anschließend bepflanzte Kräuterspirale vervollständigt die Vielfalt der Lebensstätten, die hier auf engem Raum anzutreffen ist.
Einigen Zeitaufwand erfordern regelmäßig die Wartung und die Reinigung des Hauses und der Einrichtung. Gleiches gilt für die Pflege des Außenbereiches.
Termine
Aktuelle Termine online finden Sie
Termine bis März 2011 zum Ausdrucken als PDF
NABU-Report
Mehl- und Rauchschwalben
Kindergruppe: Highlights im 1. Halbjahr
Botanische Exkursion
Kindergruppe: Haselmausforscher-Diplom
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